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Fake-Profile und Betrug bei Escort-Anzeigen: Warnsignale und wo du sie meldest

Veröffentlicht am: 29. Oktober 2026

Ärger auf Erotikplattformen beginnt selten beim Treffen, sondern meist mit einer Nachricht: eine „Anzahlung“, um den Termin zu sichern, ein Link zu einer „Verifizierungsseite“, eine Drohung, nachdem ein Chat verstummt ist. Dieser Ratgeber zeigt, welche Maschen Polizei und Verbraucherschützer immer wieder beschreiben, woran du sie erkennst und wo du sie in Deutschland meldest. Für Besucher und für Inserierende. Nur für Erwachsene.

Maschen, die Besucher treffen

  • Die Anzahlungsfalle. Ein Profil mit Model-Fotos sagt schnell zu allem ja und verlangt dann eine Anzahlung, eine „Buchungsgebühr“ oder Geld für den „Fahrer“, oft per Gutscheinkarte, Krypto oder Überweisung auf ein Privatkonto. Nach der Zahlung kommt die nächste Forderung, dann Funkstille.

  • Der falsche Verifizierungslink. Du sollst auf einer fremden Seite „beweisen, dass du keine Polizei bist“ oder „dein Alter bestätigen“ und dort Kartendaten eingeben. Eine echte Alters- oder Identitätsprüfung lässt nie Fremde deine Kartendaten abfragen.

  • Geklaute Fotos. Die Bilder gehören jemand anderem, kopiert aus sozialen Netzwerken oder von einer anderen Seite. Eine umgekehrte Bildersuche findet oft das Original.

  • Erpressung (Sextortion). Nach Nachrichten oder Fotos gibt sich jemand als „Manager“, eifersüchtiger Partner oder sogar Polizei aus und fordert Schweigegeld.

Maschen, die Inserierende treffen

  • Falsche „Support“-Nachrichten. Jemand gibt sich als Plattform, Bank oder Paketdienst aus und verlangt einen Login-Code, deinen Ausweis oder Geld, um dein Konto „freizuschalten“. Gib niemals einen SMS-Code weiter.

  • Überzahlung. Ein „Kunde“ überweist zu viel und bittet um Rückzahlung der Differenz; die ursprüngliche Zahlung wird später zurückgebucht.

  • Agenturen mit Vorabgebühr. „Garantierte Buchungen“ gegen Gebühr, deinen Pass oder einen Anteil deiner Einnahmen. Das kann auch auf Ausbeutung hindeuten.

Warnsignale auf einen Blick

  1. Zahlung vor dem Treffen, besonders per Gutscheinkarte oder Krypto

  2. Druck: „Entscheide dich jetzt“, „andere warten schon“

  3. Sofortiger Wechsel in eine andere App, bevor das Wichtigste geklärt ist

  4. Profi-Fotos, die unter mehreren Namen oder Städten auftauchen

  5. Eine Geschichte, die sich ständig ändert: neue Gebühr, neuer Fahrer, neuer Grund

  6. Jemand fragt nach Login-Codes, Ausweisdokumenten oder Bankdaten

Was die Verifizierung bei Eros Dates aussagt und was nicht

Inserierende, die sich verifizieren, schicken ein amtliches Ausweisdokument und ein Selfie, auf dem sie diesen Ausweis und einen Zettel mit einem einmaligen Code halten. Unser Team prüft das von Hand. Das Label bedeutet: gültiger Ausweis, mindestens 21 Jahre nach unseren Regeln für Inserierende, und das Gesicht passt zum Dokument. Es beweist nicht, dass jedes Foto aktuell ist, dass jemand Zeit hat oder dass dein Gegenüber bei Zahlungen ehrlich ist. Vergleiche das Gesicht, achte auf „zuletzt online“, schreib anfangs über die Plattform und schicke kein Geld an jemanden, den du nicht überprüfen kannst.

Schon passiert?

  • Zahl nichts mehr. Die zweite Forderung ist fast nie die letzte.

  • Sichere Beweise: Screenshots, Profil-Link, Telefonnummern, Zahlungsbelege.

  • Ruf sofort deine Bank an, wenn du gezahlt oder Kartendaten weitergegeben hast.

  • Melde das Profil über Missbrauch melden oder den Kundenservice.

  • Bei Erpressung: nicht zahlen, nicht mehr antworten, Nachrichten sichern und Anzeige erstatten.

Wo meldest du es in Deutschland?

  • Notfall: Polizei 110.

  • Betrug: Anzeige bei jeder Polizeidienststelle oder online über die Onlinewache deines Bundeslandes, in Nordrhein-Westfalen etwa die Internetwache der Polizei NRW.

  • Menschenhandel, Zwangsprostitution, Gewalt: Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016, rund um die Uhr, kostenlos, auf Wunsch anonym und in vielen Sprachen.

Sexarbeit ist in Deutschland legal; Sexarbeiterinnen müssen sich nach dem Prostituiertenschutzgesetz anmelden, und viele Städte haben Sperrbezirke. Einen Überblick gibt unser Ratgeber Prostitutionsgesetze in Europa. Melde bitte auch jedes Profil, das minderjährig, unter Zwang oder fremdgesteuert wirkt.

Quellen

Zuletzt geprüft: 30. Oktober 2026. Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.

Kurz gesagt

Zahle nie eine Anzahlung an jemanden, den du nicht überprüfen kannst, gib keine Login-Codes weiter und nimm Druck als Warnsignal. Sichere Beweise, melde das Profil bei uns und den Betrug bei der Polizei. Eros Dates ist ein DIY-Marktplatz der Business Investment Group B.V. und arbeitet nach der DSGVO. Wir sind an keinem Treffen beteiligt. Besucher ab 18; inserieren ab 21.

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